Treppenhäuser sind oft die dunkelsten Orte im Gebäude: wenige Fenster, tiefe Räume, dafür viele Geschosse. Wer das Licht dort hineinholen will, wo es tagsüber fehlt, findet mit Profilbauglas eine Lösung, die genau das kann – ohne Einblick, ohne Blendung und ohne störende Unterkonstruktion. Wie eine Treppenhausverglasung geplant wird und was Sie vorher wissen sollten.
Warum Treppenhäuser so dunkel sind
Treppenhäuser verbinden viele Geschosse mit wenigen Aussenflächen. Klassische Fenster sitzen meist nur in den Halbgeschossen – dazwischen bleibt es dunkel, tagsüber wie nachts. Das macht den Erschliessungskern ungemütlich und erzwingt künstliche Beleuchtung, obwohl draussen Sonne scheint.
Der eigentliche Konflikt: Treppenhäuser führen an private Wohnungen vorbei. Wer Licht ins Treppenhaus holt, holt sonst auch Blicke hinein. Genau hier setzt das Profilbauglas an.
Licht ohne Einblick – warum Profilbauglas ideal passt
Profilbauglas besteht aus langen, kanalisierten Profilgläsern, die Kante an Kante zu Flächen verbunden werden. Das Licht fällt mehrfach gebrochen und diffus durch die Profile – Räume werden hell, ohne dass jemand hineinsehen kann. Für ein Treppenhaus, das an Wohnungen vorbeiführt, ist das die perfekte Kombination.
Dazu kommen die baupraktischen Vorteile: Die Profile gibt es in langen Längen, sie lassen sich über mehrere Geschosse durchführen, und die Fläche wirkt durch die feine vertikale Rasterung ruhig und geordnet. Metallsprossen oder dicke Rahmen braucht es nicht – die Konstruktion bleibt leicht.
Drei Wege zur hellen Treppe
Je nach Gebäude und Budget gibt es unterschiedliche Ansätze – oft kombinieren wir sie auch miteinander:
Variante
Wie es funktioniert
Typischer Einsatz
Profilbauglas-Verkleidung
Komplette Wandschalen aus Profilbauglas über mehrere Geschosse – das Licht wandert über die ganze Höhe
Treppenhäuser ohne oder mit wenigen Fenstern, Neubau und Umbau
Glasbrüstungen an Lauf- und Podestgeländern
Transparente Brüstungen aus ESG/VSG öffnen die Sicht innerhalb des Treppenhauses
Gebäude mit Fenstern, aber verschatteten Treppenläufen
Oberlichter und Glasdach-Elemente
Lichteinfall von oben, kombiniert mit lichtdurchlässigen Wänden
Mehrgeschossige Treppenhäuser mit Dachanschluss
Sicherheit von Anfang an mitplanen
Treppenhäuser sind Erschliessungswege – und im Notfall Rettungswege. Deshalb betrachten wir bei jeder Planung drei Ebenen: die Absturzsicherung (wo Menschen an der Verglasung vorbei laufen, kommen gehärtete bzw. Verbund-Sicherheitsgläser zum Einsatz), die Gebäudehülle (Anschlüsse an Geschossdecken, Dichtigkeit, Wärmeschutz) und den Brandschutz (je nach Gebäude sind Anforderungen an Brand- und Rauchabschnitte zu beachten).
Diese Fragen klären wir im Vor-Ort-Termin gemeinsam mit Ihnen bzw. Ihrer Bauleitung – bevor gefertigt wird. So gibt es am Montagebeginn keine Überraschungen.
Das bestimmt die Planung im Einzelnen
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Gebäudegeometrie: Geschosshöhen, Deckenkanten und Treppenführung bestimmen Profilführung und Stossbilder.
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Fassadenanschluss: Bei Aussenflächen ist der Anschluss an Dach, Wand und Sockel witterungsrelevant – Details werden vor der Fertigung geklärt.
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Reinigbarkeit: Vertikal geführte Profile pflegen sich einfach; die Innenfläche lässt sich wie jede Glasfläche mit Glasreiniger pflegen.
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Beleuchtung: Wer abends im Treppenhaus Licht mag, plant die Beleuchtung hinter oder vor der Verglasung – Profilbauglas streut das Licht angenehm.
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Bewohner und Ablauf: Bei bewohnten Gebäuden planen wir die Montage geschossweise und so, dass der Zugang jederzeit frei bleibt.
So läuft das Projekt bei uns ab
Es beginnt mit einem Gespräch – am besten mit ein paar Fotos oder Plänen des Treppenhauses. Beim Vor-Ort-Termin nehmen wir Masse, prüfen die Anschlüsse und besprechen Varianten. Danach erhalten Sie eine transparente Offerte mit klaren Positionen: Konstruktion, Glas, Montage.
Die Fertigung erfolgt nach Mass, die Montage durch unser eigenes Team – sauber, termingerecht und mit Rücksicht auf die Bewohner. Nach dem Einbau bleiben wir Ansprechpartner für Einstellungen und Ergänzungen.
Häufige Fragen
Kurz beantwortet
Die Fragen, die uns zu diesem Thema am häufigsten gestellt werden.
01Wird es hinter der Verglasung im Sommer zu heiss?
Profilbauglas lässt das Licht diffus durch – der direkte Sonneneintrag ist deutlich geringer als bei klarem Glas. Entscheidend ist die Gesamtplanung: Lüftungsmöglichkeiten, Ausrichtung und allfällige Verschattung des Treppenhauses. In der Praxis bleiben verglaste Treppenhäuser angenehm temperiert, wenn die Luft zirkulieren kann.
02Funktioniert das auch in einem Mietobjekt oder in einer Überbauung?
Ja – viele unserer Treppenhausprojekte sind in Mehrfamilien- und Eigentümerbauten entstanden. Entscheidend ist, dass der Bauherr (Eigentümer, Verwaltung oder Eigentümergemeinschaft) das Projekt trägt. Wir unterstützen gerne mit Skizzen, Varianten und einer verständlichen Offerte als Entscheidungsgrundlage.
03Wie oft muss die Treppenhausverglasung gereinigt werden?
Die Innenflächen pflegen Sie wie jede Glasfläche – mit Glasreiniger und weichem Tuch, ohne Scheuermittel. Die Aussenseite profitiert vom Regen; je nach Lage reicht eine jährliche Reinigung. Bei höheren Gebäuden organisieren wir die Reinigung gerne über eine Werkerhaltung oder empfehlen geeignete Fachfirmen.
Fragen zu Ihrem Projekt?
Wir beraten Sie persönlich – mit Fotos oder Plänen erhalten Sie rasch eine erste Einschätzung.
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